Der Sternenhimmel im Februar 2014


Der Winter, der keiner ist, neigt sich spürbar seinem Ende zu. Jetzt, Anfang Februar, steht die Sonne schon wieder über eine Stunde länger am Himmel als zu Winterbeginn. Die früheren Sonnenaufgänge merkt man morgens schon recht deutlich, und während Mitte Dezember abends schon um halb fünf die ersten Sterne am dämmrigen Himmel hervor blitzten, muss man in diesen Tagen schon fast eine Stunde länger warten, bis der klare Himmel sein Sternenzelt frei gibt.


Der Sternenhimmel im Dezember 2013


Da hat er uns Erdenbürger aber mächtig auf den Holzweg geführt! Gemeint ist natürlich Komet ISON, von dem an dieser Stelle noch vor wenigen Tagen angenommen worden war, er könnte sich zum Jahrhundertkometen entwickeln. Man erwartete ihn gar als mit dem bloßen Auge am Taghimmel sichtbar, und ganz bestimmt würde er zur Weihnachtszeit als strahlend heller Weihnachtsstern die dunklen Nächte erleuchten. Doch nichts war's mit dem Jahrhundertkometen; die schlimmsten Befürchtungen sind offenbar wahr geworden, und ISON hat sich während seines feurigen Ritts dicht an der Sonne vorbei schlicht aufgelöst. So ist das also mit spektakulären Himmelsereignissen: Groß angekündigt, und dann ist entweder das Wetter schlecht, oder das Objekt der (astronomischen) Begierde entzieht sich der Beobachtung durch schnödes Ableben.


Der Sternenhimmel im September 2013


Geht man in diesen Wochen abends auf etwas frische Luft vor die Tür, so könnte man beim Blick an den klaren Sternenhimmel glatt denken, dass die Zeit stehen geblieben ist: Seit Anfang August stehen die Sterne jeden, aber auch jeden einzelnen Abend nach Einbruch der Dunkelheit praktisch exakt in derselben Stellung am Himmel wie am Abend zuvor. Und das wird noch eine ganze Weile so weiter gehen, bis etwa Ende September. Geht die himmlische Uhr etwa plötzlich nach?


Der Sternenhimmel im August 2013


Strahlend klar spannt sich das Himmelszelt über dem Hildesheimer Raum. Ein Schritt vor die Haustür, und schon wird man eingehüllt von der glänzenden Fülle an Sommersternen, die hoch über uns ihre Bahnen zieht. Die Kombination ist aber auch geradezu perfekt: Nach Einbruch der Dunkelheit erreicht die Sommermilchstraße mitsamt ihrem Gefolge aus Hunderten und Tausenden funkelnder Lichtpünktchen ihre höchstmögliche Stellung am Himmel, und sofern man es schafft, den viel zu hellen Lichtern der Stadt etwas zu entfliehen, mag man beim Blick nach oben glauben, dass die Sternenfülle gar kein Ende mehr nehmen will.


Der Sternenhimmel im Juli 2013


Man kann ja vom Sommer 2013 bislang nicht gerade behaupten, dass Sternfreunde auf ihre Kosten gekommen wären. Schon hat die Sonne ihren höchsten Punkt auf ihrer jährlichen Himmelsbahn verlassen und die Tage werden - fast unmerklich, zwar, jedoch unaufhaltsam - wieder kürzer. Mit der Aussicht auf wärmeres Wetter sollte dies doch immerhin für gute Laune für alle suchen, deren letzten "Sternenbad" auch schon wieder viel zu lange her ist.

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